Chocophilia
Der Kakaobaum – Theobroma Cacao – wächst in der warmen und feuchten Äquatorzone zwischen 10°N und 10°S vom Äquator. Obwohl die Herkunft des Baums unklar ist, kann er bis in die tropischen Gebiete Venezuelas, Honduras' und Mexikos zurückverfolgt werden. Einige glauben, dass er ursprünglich im Amazonasurwald in Brasilien wuchs, andere dass er aus Mexiko stammt. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen mehr und mehr darauf hin, dass die eigentliche Wiege von Kakao und Schokolade im Ulúa-Tal in Honduras stand. Heute wird Kakao weltweit in einem engen Gürtel um den Äquator angebaut: in sorgfältig angepflanzten Plantagen in den tropischen Regenwäldern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas.
Es gibt drei verschiedene Arten des Kakaobaums. Die Abkömmlinge, die wir in den heutigen Plantagen finden, sind normalerweise kultiviert oder versehentliche Hybriden davon, jeweils mit ihren eigenen typischen Merkmalen:
Criollo, auch der Prinz der Kakaobäume genannt, erzeugt Schoten mit sehr dünner Schale. Der Kakao selbst ist sehr hell und hat ein einzigartiges Aroma. Diese Sorte bringt nur kleine Ernten und ist sehr empfindlich.
Forastero ist ein stärkerer Baum, der einfacher
anzubauen ist. Er produziert größere Ernten. Die Kakaobohnen haben
eine dickere Schale und ein groberes, stärkeres Aroma. Kakao der
Forastero-Bohne wird oft Bulkkakao genannt, da er Schokoladen ein
typisches, erkennbares Basisaroma verleiht. Dieser Kakao ist darum
die Basiszutat der meisten Schokoladen. Die Kakaomischung enthält
oft bis zu 80% dieses Kakaos.
Trinitario ist eine Kreuzung beider Arten und
vereint die Merkmale beider: er hat ein starkes, aber relativ
feines Aroma und ist außerdem leicht zu kultivieren.
