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Schokoladen (Pralinen)
Vorbereitung
Sie benötigen:
• Schokoladenformen (Pralinen)
• Kelle
• Schmelztiegel oder Temperiermaschine
• kleiner Spachtel
• dreieckiger Spachtel
• Papier
Die geschmolzene Schokolade temperieren.
Kontrollieren Sie, ob die Formen Zimmertemperatur haben und
erwärmen Sie sie leicht mit einem Heißluftgebläse (die
Idealtemperatur der Formen beträgt 26 °C bis 27 °C). Verhindern
Sie, dass die Formen wärmer als die temperierte Schokolade
werden.
Für die Füllung:
• Ganache, Praliné oder Füllung Ihrer Wahl
• Spritzbeutel mit glatter Tülle
• kleiner Spachtel
Eventuell:
• Plastikhandschuhe oder ein qualitativ hochwertiger Pinsel
mit mittelharten Borsten.
Schritt für Schritt
1. Die Form mit temperierter Schokolade befüllen. Die Form an einer Ecke festhalten und mit dem kleinen Spachtel die überflüssige Schokolade von der Oberseite und den Kanten der Form schaben.
2. Die Form fest gegen den Marmor oder den Arbeitstisch klopfen, um die möglicherweise vorhandenen Luftblasen aus der Schokolade zu entfernen.
3. Die überflüssige Schokolade aus der Form gießen. Achten Sie jedoch darauf, dass alle Ecken oder Seiten der Form gleichmäßig mit Schokolade bedeckt sind.
4. Die Schokoladenreste an der Oberseite und den Kanten der Form mit dem kleinen Spachtel entfernen.
5. Die Schokolade ungefähr 5 Minuten lang aushärten lassen: Die Form auf einen Bogen Papier stellen (offene Seite nach unten) und die überflüssige Schokolade auf das Papier tropfen lassen (bis die tropfende Schokolade etwas aushärtet).
6. Die letzten Schokoladenreste von der Form schaben und die Form einige Minuten im Kühlschrank (10 °C) hart werden lassen. Die Formen können dann mit einer Ganache oder anderen Füllung gefüllt werden.
7. Die Formen mit einer Ganache, Praliné oder Füllung Ihrer Wahl befüllen. Sie sollten einen Spritzbeutel mit glatter Tülle (oder ohne Tülle) verwenden. Bis 2 mm unter den Rand befüllen. Sonst wird es unmöglich, die Form zu verschließen. Kontrollieren Sie, ob die Füllung nicht zu warm ist (max. 25 °C). Nach dem Befüllen die Füllung aushärten lassen.
8. Die Pralinen verschließen: Die Oberseite der Form ganz kurz mit einem Heißluftgebläse erwärmen. Danach mit dem kleinen Spachtel eine kleine Menge temperierter Schokolade auftragen und über die Oberseite verteilen. Nehmen Sie immer lieber nur ein wenig, anstatt zu viel Schokolade gleichzeitig in die Form zu geben.
9. Die Oberseite glätten und überflüssige Schokolade von der Oberseite und den Ecken schaben. Nun ±30 Minuten in den Kühlschrank (10 °C) stellen.
10. Zuerst mit der Rückseite des Spachtels leicht gegen die Form klopfen. Danach die Schokolade vorsichtig aus der Form lösen und auf einen Bogen Papier oder eine Edelstahlplatte legen.
Tipp:
Tragen Sie Handschuhe, um Fingerabdrücke auf den
geformten Schokoladen zu vermeiden. Stellen Sie die Formen
idealerweise auf eine saubere Oberfläche, um das Anziehen von Staub
oder Schokoladenbrösel zu vermeiden. Die Pralinen und Formen sind
immer für kurze Zeit elektrostatisch aufgeladen und ziehen leicht
unerwünschten Staub oder Brösel an.
Eventuell:
Vor dem Gießen können Sie durch Bemalung mit den Fingern einen
attraktiven Farbunterschied in der Form erzeugen. Das machen Sie
wie folgt:
1. Vor dem Formen ein wenig dunkle, Milch- oder weiße Schokolade auf die Fingerspitze geben (aus Hygienegründen empfiehlt es sich, einen Latexhandschuh zu tragen). Mit einer schnellen Fingerbewegung einen Schokoladenstrich auf die Form malen. Wählen Sie eine Farbe, die sich von der Schokolade, die Sie später für das Gießen verwenden werden, abhebt.
Bei Pralinenformen macht man dies am besten mit der Fingerspitze. Sie können diese Technik auch bei größeren Formen und Hohlfiguren anwenden. In diesem Fall sollten Sie ein wenig temperierte Schokolade in die Form gießen und mit einem Pinsel verteilen. Mehr Details dazu finden Sie im Hauptabschnitt Dekorieren durch Bemalen mit dem Finger.
2. Bei Zimmertemperatur hart werden lassen.
3. Die Ecken der Form mit dem dreieckigen Spachtel sauber schaben. Sie können den Guss nun wie zuvor beschrieben anfertigen.
Tipp:
Wenn Sie weiße Schokolade mit dem Finger auftragen,
sollten Sie sie gut hart werden lassen, bevor Sie mit dem Formen in
einer dunkleren Farbe beginnen. Am wichtigsten ist, dass Sie beim
Formen eine dünnere Schicht Milch- oder dunkle Schokolade
verwenden. Wenn Sie eine zu dicke Schokoladenschicht hinzufügen,
bleibt die Hitze zu lange in der Form und die weiße Schokolade
schmilzt. Das würde den Effekt zerstören.
Ist die Schicht zu dünn und lässt sich deshalb nur schwer aus der
Form nehmen? Sie sollten sie hart werden lassen, bis sich die
Schokolade trocken anfühlt und dann eine zweite Schicht auftragen.
(Für besonders große Formen könnten Sie sogar eine dritte Schicht
benötigen.)
Welche Schokoladenarten eignen sich am besten für das Formen von Pralinen?
* Für mittelgroße Schokoladenhohlkugeln:
Alle Schokoladenarten mit Basisviskosität (SSS) sind geeignet. Sie
ermöglichen eine Schokoladenschicht mit der perfekten Dicke. Die
Wahrscheinlichkeit unerwünschter Luftbläschen ist geringer als bei
flüssigerer Schokolade.
* Für eine dünne Schokoladenhohlkugel:
Manche Schokoladenliebhaber und Fachleute wollen eine
möglichst dünne und knusprige Schokoladenhohlkugel. Eine flüssigere
Schokolade mit einem um 2 % bis 4 % höheren Kakaobuttergehalt
eignet sich dafür am bestens. Sie erkennen diese Arten an den
Nummern 2 bis 4 vor dem Basiscode (SSSS).
